Räume mit Holzpaneelen dekorativ gestalten – Wissenswertes zu Kauf und Verlegung



Wand- und Deckenvertäfelungen mit Holzpaneelen sind eine attraktive Lösung zur Gestaltung von Räumlichkeiten. Dahinter lassen sich beschädigter Putz oder Leitungen verschwinden, aber auch die schall- und wärmedämmende Wirkung von Paneelen ist nicht zu unterschätzen. Dieser Ratgeber fasst zusammen, worauf es beim Kauf ankommt und was beim Verlegen wichtig ist.
Gestaltung von Räumlichkeiten

Behagliche Atmosphäre dank hochwertiger und attraktiver Paneele

Bevor die Montage beginnen kann, müssen sämtliche Materialien beschafft werden. Um von langlebigen Ergebnissen zu profitieren, ist eine hohe Paneel-Qualität entscheidend. Zwar muss es nicht das teuerste Produkt sein, aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wäre wünschenswert. Die Paneele sollten stabil, formbeständig, lichtecht und komfortabel zu fixieren sein. Ein durchdachtes System erleichtert die Fixierung und spart eine Menge Zeit. Auch das Design ist sorgfältig auszuwählen, um den Gesamteindruck eines Raums zu optimieren. Die Auswahl ist groß und hält für jeden Bedarf passende Varianten bereit. Als Inspiration können die Paneele bei Toom dienen, da der Baumarkt online vielfältige Dekore von Edelweiß über Eiche bis Silberahorn arrangiert hat. Darunter Angebote mit Stecksystem, Kurzpaneele und Konstruktionen, die sich zum Integrieren von Einbaustrahlern eignen. Nähere Informationen zu Holzarten und dessen Optik haben wir in unserem Holzatlas zusammengefasst.

Die Materialien sollten keine Wohngifte aufweisen, weil sie der Gesundheit schaden und das Raumklima negativ beeinträchtigen. Formaldehyd ist beispielsweise ein leichtflüchtiger krebserregender Stoff, der unbedingt gemieden werden muss. Die Substanz kann zudem Allergien und Schleimhautreizungen verursachen. Viele der Bretter weisen einen Kern aus Micro Density Fibre (MDF) auf. Die Holzwerkstoffe sind mit kunstharzgetränktem Papier oder Kunststofffolien beschichtet, was das große Angebot an Designs erklärt. Überall dort, wo Paneele mit viel Feuchtigkeit in Kontakt kommen, also im Badezimmer oder in unmittelbarer Nähe von Kochstationen, müssen die Werkstoffe besonderen Strapazen standhalten. Minderwertige Ware, die darüber hinaus nicht für Feuchträume konzipiert wurde, quillt auf und kann schimmeln.

Praxistipps zum Verlegen

Neben der Materialbeschaffenheit spielt die Unterkonstruktion eine elementare Rolle. Sie ist erforderlich, um die nötige Luftzirkulation zu gewährleisten und Schimmel vorzubeugen. Gleichzeitig bietet der Unterbau stabilen Halt für die Paneele. Vier Zentimeter Abstand zwischen Wand- beziehungsweise Deckenverkleidung und Wand beziehungsweise Decke sind empfehlenswert. Abhängig von Hersteller und Paneele ist ein noch größerer Abstand Voraussetzung, um einwandfreie Qualität und Langlebigkeit sicherzustellen. Folgende Baumaterialien und Werkzeuge sollten griffbereit sein:

  • • einfache Dachlatten (Konstruktionslatten)
  • • Schrauben, Dübel , Nägel , Profilbrettkrallen
  • • Akku-Schrauber
  • • Bohrmaschine
  • • Wasserwaage
  • • Stichsäge, Handkreissäge, Handsäge (Fuchsschwanz)
  • • Hammer
  • • Zollstock
  • • Winkel
  • • Bleistift

Wandpaneelen

Bei der folgenden Anleitung gehen wir von Wandpaneelen aus, die ohne Dämmmaterial fixiert werden sollen und ausschließlich einem dekorativen Zweck dienen:
1. Zunächst werden Dachlatten entsprechend der gewünschten Höhe zugesägt.
2. Holzlatten anschließend senkrecht an die Wand schrauben. Hierfür Bohrmaschine, Schrauben, Dübel und Akku-Schrauber zur Hilfe nehmen. Welcher Abstand zwischen den Konstruktionslatten einzuhalten ist, hängt von den Paneelen ab. Ist ein Paneel schmaler als 325 Millimeter, sind 40 Zentimeter Abstand ideal. Bei einer Breite über 325 Millimeter sollte der Abstand auf 30 Zentimeter verringert werden.
3. Werden Paneele in waagerechter Position montiert, genügen die senkrecht fixierten Latten in vielen Fällen aus. Ist hingegen eine senkrechte Platzierung der Wandverkleidung vorgesehen, wäre eine Konterlattung ratsam. Dafür werden auf die bereits befestigten Latten waagerecht weitere Dachlatten befestigt, sodass ein gleichmäßiges Gitter entsteht. Mit einer Wasserwaage die Lage der Holzlatten kontrollieren!
4. Bevor die Paneele auf die Unterkonstruktion aufgebracht werden, sollte das Material ein bis zwei Tage Zeit zum Akklimatisieren haben. Die Paneele in den Raum legen, in dem sie montiert werden!
5. Für die Anbringung sind Profilbrettkrallen empfehlenswert. Anders als beim Festschrauben oder Nageln, können sich die Dekorplatten anschließend ausdehnen und einem Verziehen wird von vorgebeugt. Die genannten Profilkrallen werden auf die Unterkonstruktion genagelt. Das erste Brett mit der Nut daran fixieren, die gegenüberliegende Seite des Paneels mit weiteren Krallen! Wie es nun weitergeht, ist von der Paneel-Konstruktion abhängig. Viele moderne Ausführungen erlauben eine Nullfugen-Verlegung. Grundsätzlich wird zwischen Nut-Nut-Paneel und Nut-Feder -Paneel unterschieden. Letzteres kann mit fester Feder oder loser Feder ausgestattet sein. Grundsätzlich muss jedes Paneel zu allen Seiten zwei Zentimeter Abstand zur Wand haben. Dieser Abstand fungiert als Dehnungsfuge. Reichen Paneele nicht über die gesamte Höhe der Wand, werden sie mit Winkel, Bleistift und Säge auf die gewünschte Länge gebracht.
6. Um das Gesamtbild gekonnt abzurunden, Profil- beziehungsweise Abschlussleisten montieren! Ob dekorgleich oder in einer kontrastreichen Farbe , ist individuell zu entscheiden.

Befinden sich an der Wand Lichtschalter, Steckdosen und sonstige Besonderheiten, müssen die Aussparungen vor dem Verlegen in die Paneele gesägt werden. Eine Lochsäge leistet dabei treue Dienste.
Bilderquelle pixabay.com (midascode / Nebenbei)

Autor:
Holzi am 12. Nov. 2018 um 07:18 Uhr
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Comments

Danke für den tollen Beitrag über die Wandverkleidung. Hat mir echt weitergeholfen.

Gustav Schmid um 19:51 Uhr

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