So wird Holz richtig gelagert



Es ist kalt geworden in Deutschland. Die Temperaturen fallen und fallen. Ganz im Gegensatz zu den Heizkosten, die steigen und steigen. Es verwundert nicht, dass immer mehr Menschen zurück zum Heizen mit Holz finden. Der Geldbeutel ist nicht unendlich prall gefüllt und es müssen bezahlbare Alternativen gefunden werden.
Holz richtig gelagert

Heizen mit Holz

Wer mit Holz heizen will, braucht neben einem Ofen mit Kamin, einen Holzlagerplatz. Egal ob man das Holz selbst schlägt oder beim Händler kauft, man sollte es vorher lagern. Frisch geschlagenes Holz ist viel zu feucht und kann nicht verfeuert werden. Die Rußentwicklung wäre fatal und es kann sogar zu Schäden am Kamin kommen. Mal ganz davon abgesehen, dass es so gut wie nicht brennt. Gekauftes Holz ist meistens übertrocknet und sollte ebenfalls abgedeckt im Freien noch einige Zeit lagern.

So sollte Holz gelagert werden

Die Holzscheite sollten zwischen sieben und zehn Zentimeter dick sein und nicht länger als 33 bis 50 cm. Hierbei ist die Größe des Ofens zu beachten, außerdem trocknen kleine Holzscheite schneller. Es sollte außerdem keilförmig gespaltet sein, was die Schichtung erleichtert. Von einer Lagerung direkt auf dem Boden ist abzusehen, da es sonst leicht vermodern kann. Paletten oder Vierkanthölzer eignen sich als Untergrund und sorgen für eine gute Belüftung. Die einzelnen Stapel sollten zwischen 5 bis 10 cm Abstand zueinander und zur Wand haben. Der Schutz vor Regen und Schnee muss gewährleistet sein. Am besten ist eine Lagerung unter Holzlagerhütten oder unter Vordächern.

Die Lagerzeit variiert je Baumart. Fichten müssen mindestens ein Jahr, Birke, Linde und Erle 1,5 Jahre und Eiche, Buche und Obstbäume mindestens zwei Jahre liegen, bevor man sie verbrennen kann. Ein Vorrat zum Heizen muss dementsprechend lange voraus geplant und kontinuierlich angelegt werden.

Die richtige Holzfeuchte

Holz muss über 10% und unter 20% Feuchtigkeit aufweisen, damit es als Brennholz genutzt werden kann. Am idealsten sind 15 bis 17%. Feuchtigkeitsmessgeräte helfen bei der Kontrolle der Restfeuchte. Von Hand lässt sich die Feuchtigkeit ebenfalls überprüfen. Dazu muss ein Stück Holz senkrecht gehalten und mit ein wenig Spülmittel begossen werden. Auf der entgegen gesetzten Seite pustet man nun hindurch. Wirft das Spülmittel Blasen, ist das Holz trocken . Mit einem Messgerät geht es hingegen komfortabler.

Das richtige Brennholz

Zuletzt noch ein Tipp: Buche eignet sich am besten als Kaminholz. Es hat einen hohen Heizwert , fast keinen Funkenflug, eine gute Glutentwicklung und ein schönes Flammbild. Eichen brennen hingegen am längsten und sind perfekt für die Wärmegewinnung bei Speicheröfen.

Autor:
Holzi am 11. Nov. 2016 um 09:56 Uhr
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Comments

Hab mir damals auch ein Holzfeuchtemessgerät gekauft und zweimal benutzt, jetzt liegt's unten im Keller und gammelt vor sich hin. Wenn man das selbe Scheit mit mehreren Geräten misst, bekommt man zumeist unterschiedliche Ergebnisse. Mit der Zeit hat man's auch so raus ob's Holz trocken genug ist. Du merkt's am Klang, am Gewicht sowieso und auch am Aussehen (Risse, Färbung etc.)
Wenn Du in Deine Holzlagerstätten ein bisschen Strucktur reinbringst dann weißt Du schon wiel lange es trocknet und nach 2 Jahren spätestens ist zum Verfeuern frei gegeben.

Reinhard W. um 05:28 Uhr

[...] Viele Alternativen bleiben einem schließlich nicht. Einzig, wer mit Strom heizt, kann über einen Wechsel zum Heizen mit Holz nachdenken. Allen anderen verbleibt einzig der Anbieterwechsel. Bei der Wahl eines neuen [...]

Hallo!
Ein sehr schöner Artikel! Haben zuhause auch einen schönen Kamin mit Sichtfenster. Ich bekomme das Holz meist von Bauern geliefert und verbrenne es meist dann gleich.
Eine Frage hätte ich trotzdem: Warum müssen Eiche/Buch so viel länger lagern als Fichte ? Liegt das daran, dass Fichte Weichholz ist?
Bzw. welche Schäden am Kamin können eintreten, wenn man zu feuchtes Holz verbrennt?
Danke und weiterhin viel Erfolg bei diesem Blog Laughing out loud !
Martin

Martin F. um 13:44 Uhr

Eye-wink Cool! Genau das was ich suchte! Eure Infos sind echt top! Ich werde mir jetzt von meinem Nachbarn ein Teil seiner Scheune mieten!

Bernhard um 17:59 Uhr

Hallo Holzi,

vielen Dank für die detaillierten Informationen. Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit der Anschaffung eines wassergeführten Kaminofens und dem ganzen Drumherum (Kaminholz-Beschaffung, Lagerung, Kostenvorteile, Nachteile). Solch strukturierte Informationen helfen dabei sehr weiter! Danke!

Holz-Wachtel um 08:35 Uhr

Vielen Dank für den informativen Artikel!

Ich werde mir dieses Jahr ein Kaminholzregal kaufen um mein Brennholz richtig zu lagern. Da ich nach Informationen dazu gesucht haben, bin ich auf eure Seite gestoßen! Werde nun öfters bei euch mitlesen!

Grüße

Kaminholzregal um 19:59 Uhr

Ja, das mit der passenden Feuchtigkeit von Holz ist schon recht wichtig. Hat das Holz sie nicht, so schlägt es Funken und es kommt zur Rauchbildung. Das gilt auch für Holz im Sommer für Feuerschalen und Gartenkaminen. Schon allein zum Schutz der Umwelt und der Nachbarn kann man nie genug über das Thema informieren. Vielen Dank.

Kleiner Nachtrag: diese Feuchtigkeitsmesser gibt es ja schon ab 20 Euro aufwärts, für eine oberflächliche Messung. Klar je teurer um so besser, aber besser ein einfaches Gerät, als gar nicht messen. Viele Grüße

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