Einfach mal ein Waldbad nehmen

Mo

25

Apr.

2016

Die Japaner nennen es „Wald-Baden“ (Shinrin Yoku). Damit meinen sie das bewusste Wandeln im Wald . „Waldaufenthalte tragen zur körperlichen Erholung und Regeneration, zur Stärkung der Immunabwehr und zur Verbesserung der Schlafqualität bei“, bestätigte die Umweltmedizinerin Daniela Haluza vom Institut für Umwelthygiene am Zentrum für Public Health der MedUni Wien. „Schon zehn Minuten Aufenthalt im Wald haben nachweislich eine gesundheitsfördernde Wirkung. Sie tragen zur körperlichen Erholung und Regeneration und zur Harmonisierung des zentralen Nervensystems bei“.

Dieses steuert alle lebensnotwendigen, unwillkürlich ablaufenden Körperfunktionen und ermöglicht die schnelle Anpassung des Körpers an wechselnde Herausforderungen. Der Stress wird reduziert. „Dadurch werden wiederum Puls, Blutdruck und Muskelspannung gesenkt, vom Stresshormon Kortisol wird weniger, von den Stimmungshormonen Serotonin und Dopamin aber mehr ausgeschüttet. Diese positiven Effekte können insbesondere durch regelmäßige Bewegung im Wald verstärkt werden.“ .... weiter lesen >>>



Belastungen der Waldeigentümer müssen ausgeglichen werden

Sa

23

Apr.

2016

„Die steigenden Ansprüche von Seiten des Naturschutzes und der Erholungsuchenden führen zu einer Überforderung von Wald , Natur und Forstbetrieben“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich des dritten Dialogforum Wald, zu dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gestern und heute Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und von den Verbänden nach Berlin eingeladen hatte. Dieses Mal hatte das BMEL den Schwerpunkt auf „Freizeit, Erholung und Gesundheit“ gelegt. Deutlich wurde, dass die Zunahme individualisierter Sportarten und erlebnisorientierter Freizeitaktivitäten in den vergangenen Jahren zu einem großen Druck auf den Wald und dessen Eigentümer geführt hat.

Laut dem Hamburger Thünen-Institut führen die Gesamtbelastungen durch Schutz- und Erholungsfunktion zu Mehraufwendungen für die Privatwaldbetriebe von rund 45 Euro pro Hektar im Jahr, für die Körperschaftswaldbetriebe liegt die Summe gar bei gut 52 Euro. Bezogen auf den Reinertrag des Privatwaldes von rund 188 Euro pro Hektar im Jahr und des Körperschaftswaldes von gut 124 Hektar seien die Belastungen erheblich. .... weiter lesen >>>



Bayerische Wälder und Bäume werden größer, bunter und älter?

Fr

22

Apr.

2016

Anlässlich des Tag des Baumes am 25.April lohnt ein Blick auf den Zustand bayerischer Bäume und Wälder. Und die Bilanz ist insgesamt erfreulich: Waldflächen und Holzvorrat nehmen in Bayern kontinuierlich zu und die Anzahl naturnaher Mischwälder und Laubbäume steigt ebenfalls stetig an. Auch alte Bäume und das sogenannte Totholz - ökologisch wichtiger Lebensraum für eine Fülle von Insekten , Pilzen und Vögeln - sind in bayerischen Wäldern reichlich vorhanden.

Dies ist im Kern ein Ergebnis der in Bayern betriebenen nachhaltigen Forstwirtschaft. Es wird also weniger Holz eingeschlagen, als nachwächst. Laut den Zahlen der aktuellen Bundeswaldinventur stehen über alle Eigentumsarten einer Nutzung von durchschnittlich 9 m³ pro Jahr und Hektar ein Zuwachs von durchschnittlich 11,9 m³ pro Jahr und Hektar gegenüber .... weiter lesen >>>



Erforschung von Modellen für ein Waldmanagement der Zukunft

Sa

16

Apr.

2016

Wälder spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, in Europa ist das jeweilige Forstmanagement jedoch überwiegend national und regional geprägt. Unklar ist auch, ob die bisherigen Methoden zum Erhalt und zur Entwicklung der Wälder den Herausforderungen des 21. Jahrhundert gewachsen sind. Die Göttinger Forstwissenschaftler Prof. Dr. Max Krott und Dr. Michael Böcher sind an einem internationalen Verbundprojekt beteiligt, in dem neue Modelle des Forstmanagements entwickelt und in repräsentativen Regionen Europas getestet werden. Das Projekt „Alternative models and robust decision-making for future forest management (ALTERFOR)“ wird von April 2016 bis September 2020 von der Europäischen Union mit insgesamt knapp vier Millionen Euro gefördert. Die Göttinger Forstwissenschaftler erhalten davon für ihr Teilprojekt mehr als 350.000 Euro, um eine Strategie für einen effektiven Wissenstransfer in die Praxis auszuarbeiten.

Am Projekt ALTERFOR unter der Leitung der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften sind Experten aus Wissenschaft und Praxis aus elf europäischen Ländern beteiligt. Sie wollen neue Ansätze des Waldmanagements entwickeln, die der zunehmenden Nutzung von Bioenergie, dem Klimawandel, der dynamischen Entwicklung globaler Märkte und der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung von Wald Rechnung tragen. .... weiter lesen >>>



Wald in Europa: mehr Arten, mehr Nutzen

Fr

15

Apr.

2016

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team aus 29 Institutionen in einer großangelegten Studie die Auswirkung von Artenvielfalt auf Ökosystemleistungen von Wäldern in sechs europäischen Ländern untersucht. Das internationale Team zeigt, dass artenreichere Waldstücke mehr und vielfältigere „Dienstleistungen“ erbringen als weniger artenreiche. Die Forschenden warnen vor einem Verlust der Biodiversität in europäischen Wäldern und den damit einhergehenden Einbußen an Leistungen für Mensch und Natur. Die Arbeiten wurden kürzlich in den Fachjournalen „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS)” und „Nature Communications“ veröffentlicht.

Bäume sind Dienstleister: Wir nutzen ihr Holz zum Bauen und Heizen, sie filtern Staub aus der Luft, wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um, schützen den Boden vor Erosion, tragen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung bei, und nicht zuletzt spielen Wälder eine wichtige Rolle für Freizeit und Erholung. .... weiter lesen >>>



Wissenschaftler warnen vor Gefährdung von Eigentum und Beschäftigung

So

06

Mär.

2016

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bescheinigt der nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft in Deutschland ein gutes Zeugnis. Mit ihrem Leitbild habe sie dafür gesorgt, dass „die Beiträge des Waldes zur Erreichung zahlreicher gesellschaftlicher Ansprüche sichergestellt oder sogar gestiegen sind“, heißt es in dem aktuellen Bericht („Die Waldstrategie 2020 im Spiegel der dritten Bundeswaldinventur“). Die Forstwirtschaft trage zum Klimaschutz bei und steigere die Biodiversität sowie den Waldnaturschutz.

Gleichzeitig warnen die Wissenschaftler vor der Gefährdung von Eigentum und Beschäftigung und damit vor dem „Wegbrechen der Produktionsgrundlage für eine wettbewerbsfähige Holzwirtschaft“ in Deutschland. „Damit bestätigt der Beirat unsere Befürchtungen, dass die eigentums- und beschäftigungsrelevanten Fragestellungen immer mehr in den Hintergrund geraten“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. .... weiter lesen >>>



Wälder von überragender Bedeutung für den Menschen

Di

01

Mär.

2016

Seit mittlerweile zehn Jahren steht die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen in Waldfragen den Akteuren in Niedersachsen und seinen Partnerländern mit wissenschaftlichem Rat und praktischen Handlungsempfehlungen zur Seite. Für Landwirtschaftsminister Christian Meyer war dies heute (Freitag) Grund genug, beim Festakt am Sitz in Göttingen dabei zu sein.

„Angesichts der Herausforderungen der Zukunft vom Klimawandel über biologische Vielfalt bis hin zum Artenschutz kommt den Wäldern eine zunehmend überragende Bedeutung für den Menschen zu. Die Versuchsanstalt hat also - noch dazu als Vierländerbehörde - eine besondere Verantwortung." .... weiter lesen >>>



Keine Gefährdung der Biodiversität beim richtigen Umgang mit eingeführten Baumarten

Sa

19

Dez.

2015

Sollen sie oder sollen sie nicht? Die Frage dreht sich um eingeführte Baumarten wie die aus Nordamerika stammende Douglasie: Sollen sie in heimischen Wäldern angebaut werden und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Die heutige Forstwirtschaft will Wälder so behandeln, dass deren Produktivität, Vitalität und biologische Vielfalt erhalten bleiben. Dabei greift es bei den vielgestaltigen Anforderungen an den Wald zu kurz, einseitig nur die Rohholzerzeugung oder nur den Naturschutz zu betrachten.

Der Anbau eingeführter Baumarten begann in Deutschland bereits Mitte des 18. Jahrhunderts unter dem Eindruck allgemeiner Holznot. Ziel war, die Leistungsfähigkeit übernutzter Wälder wieder zu erhöhen. Für den heutigen Waldbau erfordert die Einbindung eingeführter Baumarten Kompromisse, die sich auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Regel aber auch finden lassen. Dabei geht es vor allem um das invasive Potenzial gebietsfremder Arten, also das Risiko, dass sich eine konkurrenzstarke Art unkontrolliert ausbreitet und heimische Arten zurückdrängt. .... weiter lesen >>>



DBU-Tochter führt Naturschutz-Experiment im Nationalen Naturerbe durch

Di

08

Dez.

2015

Auf der DBU-Naturerbefläche Rüthnicker Heide im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg) beginnt jetzt ein Experiment: Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die DBU Naturerbe GmbH, will in Kooperation mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Georg-August-Universität Göttingen herausfinden, unter welchen Bedingungen sich aus einem Wirtschaftswald möglichst schnell ein naturnaher Laubmischwald entwickelt. Geklärt werden soll auch, welche Rolle abgestorbenes Holz für die Entwicklung eines Laubmischwaldes spielt und inwiefern sich der Renaturierungsprozess beschleunigt, wenn Bundesforstmitarbeiter junge Laubbäume pflanzen. Im ersten Schritt fällen Waldarbeiter 20 Prozent der Kiefern auf rund 55 der insgesamt 3.850 Hektar großen DBU-Naturerbefläche. .... weiter lesen >>>



Niedersachsens Wälder sind gesundheitlich stabil

Mo

30

Nov.

2015

Niedersachsens Wälder sind im Jahr 2015 gesundheitlich stabil geblieben. Der Anteil starker Schäden bei den wichtigsten Baumarten sei gering, sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer heute (Montag den 30.11.2015) bei der Vorstellung des aktuellen Waldzustandsberichtes: „Die politischen Maßnahmen gegen den Schadstoffausstoß aus industriellen Anlagen wirken. Das Waldsterben konnte vermieden werden." Während rund ein Viertel der älteren Buchen, Eichen und Fichten noch Kronenverlichtungen aufweist, zeigt sich die Kiefer als sehr robust und damit auch weniger anfällig für den Klimawandel. „Für die Bäume war die extreme Trockenheit in diesem Frühjahr mit großem Stress verbunden. Unsere Wälder haben die Wetterextreme aber ohne größere Schäden überstanden, die Absterberate liegt im Promillebereich. Das ist ein gutes Signal für die Waldgesundheit insgesamt", so Minister Meyer. „Dennoch muss mehr getan werden, um die anhaltend hohen Stickstoffeinträge aus der Luft - insbesondere durch die Landwirtschaft - zu senken. Diese Ablagerungen sind Gift für den Boden und den Wald ." .... weiter lesen >>>

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