Urteil des Bundeskartellamtes betrachtet den Wald zu einseitig

Di

28

Jul.

2015

Mit Unverständnis reagiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf die aktuelle Verfügung des Bundeskartellamtes bezüglich der Forststrukturen in Baden-Württemberg. Die Verfügung betrachtet den Wald nur von einer rein wirtschaftlichen Seite aus. „Durch die Definition von forstfachlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise der Forsteinrichtung und dem Revierdienst, als wirtschaftliche Verrichtung setzt das Bundeskartellamt einen falschen Schwerpunkt. Diese Arbeiten dienen in erster Linie dem Erhalt naturnaher und klimastabiler Wälder und sind daher nicht als wirtschaftliche Tätigkeiten anzusehen“, betont Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der SDW. .... weiter lesen >>>



Auch die Natur verdient für ihre Arbeit einen Mindestlohn

Mo

20

Jul.

2015

Der Nutzen und Wert funktionierender Ökosysteme wird oft nicht gesehen und unterschätzt. Mit Hilfe eines neuen Projekts aus dem Bundesprogramm Biologi­sche Vielfalt sollen jetzt die verborgenen Leistungen der Schutzgebiete sichtbar gemacht werden und damit einen Geldwert bekommen. Diese "Inwertsetzung" ermöglicht die Ausgabe von kombinierten Kohlenstoff-Zertifikaten und schafft damit attraktive Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht darin einen Anreiz für mehr freiwilliges Engagement im Klima- und Biodiversitätsschutz in Deutschland. "Interessierte Unternehmen und Privatpersonen finden hier bislang nur wenige inländische Angebote, die ihre Ansprüche an Standards und Zertifizierungen erfüllen. Mit den Zertifikaten, die für die qualitativ hoch­wertigen, zertifizierten Projekte in den Schutzgebieten der Nationalen Naturlandschaften ausgestellt werden, kann diese Lücke geschlossen werden." Das Projekt wird vom Bundes­umweltministerium mit rund 1,2 Mio. Euro gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. .... weiter lesen >>>



IKEA Deutschland und NABU verlängern Zusammenarbeit

Mo

29

Jun.

2015

IKEA Deutschland treibt seine Nachhaltigkeitsaktivitäten voran und lässt sich dabei vom NABU unterstützen. Darauf haben sich die Umweltschutzorganisation und das Einrichtungsunternehmen verständigt und hierzu die seit 2011 bestehende Kooperation um weitere drei Jahre verlängert und erweitert.

In seiner globalen Nachhaltigkeitsstrategie „People & Planet Positive“ hat sich IKEA zum Ziel gesetzt, zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den begrenzten Ressourcen der Erde beizutragen. Neben der Erzeugung erneuerbarer Energie und geschlossenen Wertstoffkreisläufen beinhaltet dies auch die Anpassung des Geschäfts an sich verändernde Mobilitätsbedürfnisse und den Wunsch der vielen Menschen nach einer gesünderen und nachhaltigeren Lebensweise. .... weiter lesen >>>



Holz-Passivhaus der DBU Naturerbe GmbH eingeweiht

Mi

24

Jun.

2015

Neue Aufgaben und Akzente und ein innovatives Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude: Nach 15 Monaten Bauzeit weihte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) heute den Neubau ihrer Tochtergesellschaft, der DBU Naturerbe GmbH, in Osnabrück ein. Das Passivhaus demonstriert nach dem Bau der DBU-Geschäftsstelle 1995 und dem DBU Zentrum für Umweltkommunikation 2002 erneut modellhaft die Möglichkeiten energieeffizienten Bauens: So setzt die DBU beim Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 1.800 Quadratmetern und Baukosten von rund sechs Millionen Euro auf den nachwachsenden Rohstoff Holz sowie auf Hanf als Dämmstoff und kühlendes Grundwasser, so dass keine Klimaanlage nötig ist.

"Mutige und risikofreudige Innovationsförderung Verpflichtung und Privileg zugleich"

„Die DBU ist im Aufbruch – sie hat ihre Arbeit umfassend evaluiert und wird im Herbst neue Förderleitlinien vorlegen. So wie der bemerkenswerte Neubau der Naturerbe Gmbh durch veränderte Sichtachsen und Bezüge die Anordnung der bestehenden Gebäude neu gewichtet, so befindet sich auch das Bild der Stiftung selbst in einem spürbaren Wandel. .... weiter lesen >>>



Wald und Holz müssen als Motor der „Green Economy“ weiter gestärkt werden

Di

19

Mai

2015

Die Waldbesitzerverbände begrüßen eine „Waldallianz“ im Rahmen der Waldstrategie 2020. Auf der Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) war sie von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, angekündigt worden, gemeinsam mit einer Initiative zur stärkeren internationalen Zusammenarbeit zugunsten des Waldes. Mit beiden Maßnahmen kann die Rolle der Forstwirtschaft nach Ansicht der AGDW als „grünste Branche“ in einer zukunftsfähigen Bioökonomie gestärkt werden.

Die Forstwirtschaft muss national als auch international zu einem Motor der „Green Economy“ im Rahmen einer nachhaltig denkenden und arbeitenden Gesellschaft werden. Mit dieser Forderung stößt Schmidt beim Dachverband AGDW – Die Waldeigentümer auf offene Türen, ebenso natürlich, wenn er die deutsche Forstwirtschaft für ihre nachhaltige, beispielgebende Arbeit lobt. .... weiter lesen >>>



Lehren aus den Stürmen Vivian (1990) und Lothar (1999)

Mo

18

Mai

2015

Die Orkangeschwister Vivian (1990) und Lothar (1999) zwangen in der Schweiz Millionen Bäume zu Boden. Heute wächst auf allen Sturmflächen wieder junger Wald . In höheren Lagen ist dieser aber oft noch zu lückig, um ausreichend vor Naturgefahren zu schützen. Dies zeigen Untersuchungen der Eidg. Forschungsanstalt WSL, die soeben in der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen veröffentlicht wurden.

In den letzten 150 Jahren verwüsteten immer wieder schwere Winterstürme Wälder in der Schweiz. 26 von ihnen hinterliessen mindestens 70‘000 Kubikmeter Holz von gebrochenen oder umgeworfenen Baumstämmen. Drei sogar mehr als zwei Millionen Kubikmeter Holz, der Wintersturm von 1967, Vivian/Wiebke (1990) und Lothar (1999). „Einen zunehmenden Trend starker Stürme haben die Meteorologen für die Schweiz aber bisher nicht festgestellt“, sagt der Forstwissenschaftler Tilo Usbeck. Doch „intensive Stürme, die grosse Waldschäden anrichten, wird es auch in Zukunft geben“. .... weiter lesen >>>



Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2015

Sa

16

Mai

2015

Ein Viertel aller Arten lebt im Boden, der damit einer der wichtigsten Lebensräume überhaupt ist – eine Schatztruhe der Artenvielfalt direkt unter unseren Füßen. Neben Schnecken, Spinnen, Springschwänzen oder Asseln gelten speziell die Regenwürmer als Baumeister der Böden. Charles Darwin studierte sie jahrelang und kam 1881 zu dem Ergebnis: „Man kann wohl bezweifeln, ob es noch viele andere Tiere gibt, welche eine so bedeutende Rolle in der Geschichte der Erde gespielt haben.“ Dazu kommen Mikroorganismen wie Bakterien , Pilze und Einzeller – in einer solchen Menge, dass sich in einer Handvoll Waldboden mehr Lebewesen finden als Menschen auf der Welt leben.

In vielen Böden, die versauern und degradieren, droht heute ein erheblicher Verlust der biologischen Vielfalt. 200 Jahre Verbrennung von Kohle und Öl haben durch schädliche Abgase zu einer starken Versauerung vieler Böden, insbesondere im Wald , geführt. Damit verbunden ist eine Reduktion der Fruchtbarkeit und der Vitalität der Böden: So sind auf 80 Prozent der Waldböden tiefgrabende Regenwürmer gar nicht mehr vertreten. Experten fordern daher neben der Verminderung der Luftverschmutzung die Ausweitung einer bewährten Methode, um die Waldböden als „biologischen Bodenschatz“ zu bewahren: die Kalkung mit natürlichem Dolomit- und Magnesiumkalk. .... weiter lesen >>>



Einfluss auf Luftqualität und menschliche Gesundheit

Sa

25

Apr.

2015

Bei der Verbrennung von fester Biomasse wie Holz , Hackschnitzeln und Pellets entstehen Aschen und partikelförmige Emissionen, also kleinste Staubkörner. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland haben in dem fächerübergreifenden Projekt BIOCOMBUST erforscht, wie diese Emissionen die Luftqualität beeinflussen und wie sie sich auf die menschliche Gesundheit auswirken. Außerdem haben die Forscherinnen und Forscher untersucht, ob die Aschen der Zementindustrie als Rohstoff dienen können. Die Forschungsergebnisse des auf knapp zweieinhalb Jahre angelegten Vorhabens, das im Mai 2015 endet, liegen nun vor.

Die unter anderem aus den Geowissenschaften, der Pharmazie und der Umweltmedizin stammenden Wissenschaftler analysierten Emissionen von kleinen Laboröfen und großen Verbrennungsanlagen. Sie sammelten die Aschen und die Staubpartikel, die bei der Verbrennung von Biomasse entstehen, und untersuchten sie hinsichtlich ihrer Größe, Form sowie der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung. Die Emissionen bei größeren Anlagen sind den Forschern zufolge in der Regel niedriger als bei privater Verbrennung, da die Verbrennungsbedingungen besser kontrolliert werden und gute Filtervorrichtungen vorhanden sind. Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Variationen der Brennbedingungen, etwa das Überladen des Ofens, einen größeren Einfluss auf die Emissionen haben als die Verwendung unterschiedlicher Holzsorten. .... weiter lesen >>>



Aktiver Klimaschutz durch gezielte Holznutzung

Do

23

Apr.

2015

Holz mehrfach entlang der Holzwertschöpfungskette nutzen – dies ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch äußerst vorteilhaft und daher am günstigsten für die Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz). Ausgehend von diesem forstwirtschaftlichen Ansatz, der im Zusammenhang mit der 17. UN-Klimakonferenz in Durban steht, wurden im Rahmen mehrerer Klima- und Energiefonds-Projekte (KLIEN) nun verschiedene Szenarien der Holznutzung berechnet. Man konzentrierte sich auf die Bereiche Wald , Holzprodukte und die vermiedenen Emissionen durch den Einsatz von Holzprodukten im Vergleich zu sogenannten „Substitutionsprodukten“ aus anderen Rohstoffen wie zum Beispiel Erdöl oder Stahl. Diese groß angelegten Berechnungen in Form von sogenannten Szenarien wurden von ExpertInnen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), dem Umweltbundesamt und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) durchgeführt. Die Szenarien reichen bis ins Jahr 2100 und gehen von unterschiedlichen Bewirtschaftungsstrategien für den österreichischen Wald aus: .... weiter lesen >>>



Durchforstung auf DBU-Naturerbefläche Frauenholz

Di

14

Apr.

2015

Es kommt Licht in den Wald : In der kommenden Woche beginnen Arbeiter auf der DBU-Naturerbefläche Frauenholz, Kronen von Laubbäumen freizustellen sowie Fichten, Lärchen, Stroben und Douglasien zu entnehmen. Betroffen sind drei verschiedene Stellen im Wald und insgesamt rund 50 Hektar im westlichen Teil des ehemaligen Standortübungsplatzes Oberhinkhofen. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die DBU Naturerbe GmbH, hofft als Eigentümerin, dass sich so langfristig ein naturnaher Wald entwickeln kann. „Dafür müssen wir in den fichtendominierten Flächen Nadelhölzer entnehmen und Licht schaffen, damit sich Laubhölzer besser entwickeln können“, erläutert Prof. Dr. Werner Wahmhoff als Fachlicher Leiter und Prokurist der DBU-Tochter.

Außerdem hat der Bundesforstbetrieb Hohenfels als Dienstleister der Flächeneigentümerin Waldarbeiter beauftragt, um auf der gesamten Fläche die Sturmschäden im Wald aufzuarbeiten und die Wege zu räumen. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. .... weiter lesen >>>

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